Aktionstag am 8.März in Nürnberg

Das 8.März Bündnis Nürnberg hat am internationalen Frauenkampftag, vor der Lorenzkirche einen Aktionstag veranstaltet.

Die verschiedenen Gruppen aus dem Bündnis hatten Infostände, Ausstellungen, Agit-Prop-Aktionen und Reden vorbereitet.

Von 14 bis 17 Uhr konnten PassantInnen sich informieren, warum es auch heute noch aktuell ist, für antipatriarchale und feministische Positionen zu streiten.

So gab es ein Kurztheater zum Thema häusliche Gewalt und Ausbeutung.

Eine Ausstellung informierte über sexueller Selbstbestimmung, an welchen Punkten die sexuelle Selbststimmung – insbesondere die von Frauen – verletzt wird. Die Ausstellung soll diesbezüglich zur Reflexion anregen, um individuelle Verhaltensweisen und gesellschaftliche Strukturen abzuschaffen, die zur Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung führen.

Als interaktive Aktion gab es unter dem Motto „Sie sind in Deutschland angekommen“ einen Enscheidungsparkour. Elf Stationen mussten in der Rolle einer Flüchtlingsfrau durchlaufen werden, wobei eindrucksvoll die spezifische Diskriminierung von Frauen, die als Flüchtlinge hierher kommen, dargestellt war.

„Warum es heute noch aktuell ist Feministin zu sein“, machte die Gruppe feministische Perspektive in einer Theateraufführung deutlich.

Im Anschluss formierte sich, trotz schlechtem Wetter, eine Demonstration mit ca. 150 Menschen.

Die Demo zog durch die Innenstadt über den Plärrer nach Gostenhof, wo Redebeiträge auf der Abschlusskundgebung den Tag abrundeten. An der Demonstration beteiligten sich auch Gruppen aus Fürth und Erlangen, die vorher in ihren jeweiligen Städten eigene Aktionen durchführten.

Trotz des schlechten Wetters konnten zahlreiche PassantInnen über das Anliegen des Frauenkampftages informiert werden. Das Bündnis wird weiter daran arbeiten, den 8. März und das Thema Frauenkampf und Feminismus in Nürnberg stärker zu verankern.

Aufruf 2012

Hier gehts zum Aufruf des 8.März Bündnis 2012 Den sexistischen Normalzustand angreifen Dort findet ihr auch Veröffentlichungen der beteiligten Gruppen

Aktivitäten zum Frauenkampftag 2012

Nürnberg

8.März, 17. 30 Uhr Auftakt der Demonstration an der Lorenzkirche !

8.März, 14 Uhr: Infotische, Aktionen, Ausstellungen in der Nürnberger Innenstadt (Lorenzkirche)

Frauenparty

9. März „Anne will tanzen“ ab 21 Uhr in der Desi (Brückenstraße 23)

Infos zur Party findet ihr hier

Die Filmreihe Mov(i)e against präsentiert…

Partisanin Annita

(Vorläufiger Titel)

Dokumentarfilm über eine Frau im italienischen Widerstand

Donnerstag 15.03. 2012 20.30 Uhr, Desi (Brückenstraße 23) Nürnberg 


24.März: Vortrag zum Thema Queer-Theorie

mit anschließender Diskussion & Vokü / Café der Autonomen Jugendantifa AJA/ 18 Uhr / KOMM e. V., Untere Seitenstraße 1 (am Jamnitzer Platz, U-Bahnhaltestelle Gostenhof)

Aktivitäten in Fürth

8.März, 13-16 Uhr Infostand zum internationalen Frauenkampftag in der Fürther Fußgängerzone mit anschließender gemeinsamer Fahrt zur Demo in Nürnberg

Frei­tag, 16. März: Vortrag: Über se­xi­sti­schen Nor­mal­zu­stand & Ge­schich­te des Frau­en­kampf­tag / 20 Uhr /In­fo­la­den Be­n­a­rio, Nürn­ber­ger Str. 82, Fürth

Aktivitäten in Erlangen

25.Februar, Solikneipe ab 19.00 Uhr im selbstverwalteten Jugendhaus Erlangen

3.März Infokiosk ab 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr am Hugenottenplatz in Erlangen

8.März, Kundgebung um 15:30 Uhr am Hugenottenplatz mit anschließender gemeinsamer Fahrt zur Demo nach Nürnberg

Bundesweit

Infos zu Aktivitäten in anderen Städten zum 8.März findet ihr auf Mädchenmannschaft.net

Queer und Feminismus? Eine Debatte!

Während die Einen finden, dekonstruktive Ansätze hätten sich auf die Kritik von geschlechtlichen Identitäten zurückgezogen und würden es vernachlässigen die Stellung der Frau in der kapitalistischen Ausbeutung zu analysieren, sind Andere der Überzeugung, statt nach falscher Einheit zu streben, sollten feministische Kämpfe die vielfältigen Gender-Identitäten zum Ausgangspunkt nehmen.
Wieder Andere sehen die politische Praxis als Ausgangspunkt bei der sich den Auseinandersetzungen um Reproduktions- und Sorge-Arbeit zugewendet werden soll.
Außerdem braucht eine feministische Gesellschaftskritik queere, postkoloniale und rassismuskritische Perspektiven, um der Komplexität gesellschaftlicher Probleme gerecht zu werden.
Und sollten wir uns nicht längst an eine neue feministische Debatte über politische Utopien machen?

Diese Punkte sind Gegenstand einer Debatte in der ak – analyse und kritik / Zeitung für linke Debatte und Praxis unter dem Stichwort „Feminismus“ nachlesen könnt.

Ausgewählte Artikel findet ihr hier: Queer & Feminismus Debatte

Was für die Ohren

Frauen sollen sich „nicht wie Schlampen anzuziehen, um nicht zum Opfer“ von sexuellen Übergriffen zu werden. Dieses Statement eines kanadischen Polizisten im April letzten Jahres rief weltweit Empörung hervor. Die Täter-Opfer-Umkehr, die der Aussage zu Grunde liegt wurde heftig kritisiert.
Letzten Montag gab ein Münchner Polizist gegenüber der Süddeutschen Zeitung zu bedenken, Frauen würden „wahnsinnig viel trinken“, weniger Alkoholkonsum dagegen verringere sexuelle Übergriffe.

„Nein heißt Nein“ lautet das Motto einer Kampagne, die seit Montag in München läuft. In verschiedenen Clubs werden Flyer und Plakate ausgelegt, die auf sexualisierte Gewalt in den Discotheken und auf die Problematik von K.O.- Tropfen aufmerksam machen sollen. Mit der Kampagne sollen Frauen ermutigt werden, in unangenehmen Situationen „Nein“ zu sagen und sich Hilfe beim Personal zu holen.

Stoffwechsel, das Magazin für Politik, Lokales und Kultur auf Radio Z hat einen hörenswerten Beitrag veröffentlicht. --> Nein heißt Nein

Still loving feminism“ ist das Motto des Buches „Darum Feminismus! Diskussionen und Praxen“ Zu diesem Buch findet ihr ebenfalls ein Interview von Stoffwechsel--> Zum Beitrag