Archiv für März 2015

Veranstaltungen rund um den 8. März 2015

!!8.März Party!!

Die diesjährige 8.März Bündnis Party wird leider nicht stattfinden!
Wir freuen uns dafür umso mehr auf eine gelungene Party im nächsten Jahr zum internationalen Frauenkampftag 2016 !

Die radikale Linke Nuernberg laedt im Rahmen ihres Kneipenabends, der baRLeft, zu der Eroeffnung gleich zweier Ausstellungen ein. Informationen zu den Ausstellungen, der eigenen feministischen Politik und ein entspannter Kneipenabend erwarten euch. Los gehts um 19 Uhr im Projekt 31, an den Rampen 31, Nuernberg.

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Frauenkampftag 08.03.2015

Aktionen dieses Jahr in der Nürnberger Innenstadt beginnen am Samstag, den 07.03. um 15 Uhr am Weißen Turm.
Danach starten wir mit einer kraftvollen Demo um 17:30 Uhr Richtung Aufseßplatz.

Kommt vorbei, beteiligt euch an Aktionen und seit present!
Wir freuen uns auf euch

Pressemitteilung

Pressemitteilung des 8. März Bündnisses Nürnberg
Mit der Bitte um Veröffentlichung

Anlässlich des 8. März, dem internationalen Frauenkampftag versammelten sich am Samstag den 7. März ca. 200 Menschen in der Nürnberger Innenstadt, um auf die noch immer vorhandene Benachteiligung von Mädchen und Frauen hinzuweisen. Die diesjährige Demonstration stand unter dem Motto: Frauenkampftag gegen Kapital, Militarismus und Patriarchat – gegen sexualisierte Gewalt und Ausbeutung von Frauen.

Organisiert wurde die Demonstration vom 8. März Bündnis, das aus verschiedenen linken, migrantischen und feministischen Gruppen sowie Einzelpersonen besteht, die es sich zum Ziel gemacht haben, auf die noch immer vorhandene Benachteiligung, Unterdrückung, sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Frauen und einen sexistisch geprägten Alltag aufmerksam zu machen und sich deshalb bereits seit einigen Jahren für eine kontinuierliche Repolitisierung des internationalen Frauenkampftag in Nürnberg stark machen.

Von 15 Uhr bis ca. 17.30 Uhr fand in der Nürnberger Innenstadt am weißen Turm eine Kundgebung statt. Infostände informierten die BesucherInnen über den internationalen Frauenkampftag, die internationale Vertretung der kurdischen Frauenbewegung oder über sonstige Veranstaltungen rund um den 8. März. Eine Ausstellung der Radikalen Linken klärte die BesucherInnen über die gesellschaftliche Organisierung von Sorge- und Care-Arbeit auf und beschäftigte sich mit der Überlegung, welche Prinzipien dieser Arbeit überhaupt zugrunde liegen. Außerdem wurde Musik gespielt und die Bündnissrede verlesen, die eine kapitalistisch-patriarchal geprägte Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft ins Zentrum der Kritik rückte und im Einzelnen auf das Patriarchat als aufgezwungene Lebensrealität, auf vermeintlich natürliche Rollenzuschreibung und sexualisierte Gewalt näher einging.

Ab ca. 17.30 Uhr startete die Demonstration durch die Nürnberger Fußgängerzone Richtung Aufsessplatz. Die TeilnehmerInnen waren sehr bunt gemischt, Junge und Alte, Deutsche und MigrantInnen, Männer und Frauen zogen mit guter Laune und lautstark durch die Nürnberger Innenstadt. Die Reden auf der Demonstration thematisierten hinhaltlich die vorhandene Heteronormativität als Gesellschaftsstruktur, unbezahlte Reproduktionsarbeit, präkere Beschäftigungsverhältnisse, Fluchtursachen von Frauen, die Instrumentalisierung der Frau zu Kriegszwecken, die Abschottungspolitik der EU, den Widerstand der Frauenkverteidigungseinheiten in Rojava YPJ oder politische, soziale und ökonomische Ungleichheit von Flüchtlingen und MigrantInnen.

Die feministische Demonstration konnte dieses Jahr in Nürnberg nicht ungestört stattfinden. Als sich der Demonstrationszug im letzten Abschnitt der Fußgängerzone bewegte, kam ein männlicher Passant auf die DemonstrantInnen der vordersten Reihe zu und begann diese aggressiv zu beschimpfen und wurde dabei handgreiflich.
An der Kreuzung Frauentorgraben/Bahnhofsplatz griffen ein Dutzend organisierte Neonazis die Veranstaltung an. Nach bisherigen Recherchen besuchte ein Großteil der Festgenommenen die vorherige Kundgebung der Rechtsaußenpartei „Die Rechte“ an der JVA. Es ist davon auszugehen, dass der Angriff der feministischen Demonstration zu diesem Zeitpunkt kein Zufall war.
Sie attakierten die Demobeteiligten mit Pfefferspray, wurden handgreiflich und warfen Gegenstände in die Menge. Die Demonstration wurde nach diesen beiden Angriffen fortgesetzt und endete gegen 19. 30 Uhr am Aufsessplatz. Die Übergriffe spiegeln einen sexistischen und rassistischen Gesellschaftszustand wieder, in dem es noch immer beinahe unmöglich ist, feministische Forderungen, anlässlich eines Tages, der für internationale Solidarität von Frauen* steht, friedlich auf die Straße zu tragen.

Weitere Informationen über Veranstaltungen rund um den 8. März sind auf der Internentseite frauenkampftagnbg.blogsport.de zu finden.

Mit freundlichen Grüßen
Das 8. März Bündnis